Einzelbrunnennachweis

Grafik

Beim Einzelbrunnennachweis (auch Vordimensionierung genannt) wird anstelle der realen Baugrubengeometrie ein kreisfömiger Ersatzbrunnen (der flächengleich zur Baugrube ist) für die Berechung angesetzt. Die konkrete Brunnenanordnung wird nicht berücksichtigt. 

Abhängig von der Baugrubengröße, der Absenktiefe, den Brunnendaten und den Bodenkennwerten wird der Wasserandrang ermittelt und die Brunnenzahl eingegeben. Ob die gewählte Anzahl ausreicht, um den Wasserandrang zu fassen, wird unter "Reserve" ausgewiesen. An anderer Stelle kann GwR auch berechnen, wie viele Brunnen mindestens benötigt werden, um den Wasserandrang zu fassen. 

Die Einschränkungen dieses Ansatzes liegen vor allem darin, dass die Baugrubengeometrie und die Brunnenanordnung nicht in die Berechnungen eingehen. Nur für eine kreisförmige Baugrube mit konstanter Absenktiefe und gleichmäßig um die Baugrube verteilten Brunnen liefert das Verfahren in etwa den gleichen Wasserandrang wie der Nachweis mit Hilfe der Mehrbrunnenformel. Außerdem lassen sich unterschiedliche Absenktiefen in einer Baugrube bei der Vordimensionierung nicht berücksichtigen.

Der Vorteil des Verfahrens liegen darin, dass es sehr schnell brauchbare Abschätzungen für die Brunnenanlage und die Wassermengen liefert.

Grafiken zeigen nach einem Klick auf das Symbol die Brunnenzahl abhängig von Eintauchtiefe und Brunnendurchmesser. Durch einen Klick auf das Rechner-Symbol können untergeordnete Werte berechnet werden. Auf diese Weise ist das gesamte Formelwerk verknüpft.

Die letzte Grafik zeigt als Beispiel die erforderliche Brunnenzahl abhängig vom Brunnendurchmesser.